Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach
Weidigschüler erforschen Phänomen »Strahlung«
THM lädt Teilnehmer aus Begabtenförderung auf den Friedberger Campus ein
Butzbach (pm). Licht ist überlebenswichtig — und ein wichtiges Instrument in Naturwissenschaft und Technik.
20 Schüler aus Mittelhessen, darunter Teilnehmer von der Weidigschule Butzbach und der Singbergschule Wölfersheim, haben das auf Einladung der TH Mittelhessen in Friedberg ausprobiert. Sie experimentierten mit Licht als Energiequelle und Werkzeug und gewannen Einblicke in den Bereich der optischen Prozesskontrolle. Darüber berichtet die Bildungseinrichtung.
Die Gruppe ist Teil der Begabtenförderung »Digitale Drehtür Hessen« für leistungsstarke Schüler, einem Förderprogramm des Kultusministeriums. Das Bildungsangebot setzt dabei verschiedene fachliche Schwerpunkte. Die Schülerinnen und Schüler, die den Campus der THM besuchten, hatten sich für den MINTSchwerpunkt entschieden. Den Projekttag zum Thema Strahlung hatten Natalie Kunkel und Daniel Thölken aus dem Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung vorbereitet.
An mehreren Stationen konnten die jungen Leute in unterschiedlichsten Mitmachexperimenten die vielschichtigen und umfangreichen Ein-
satzmöglichkeiten elektromagnetischer Strahlung erleben und kennenlernen.
Analysen im Labormaßstab
Die Nutzung des Sonnenlichts als erneuerbare Energiequelle und damit verbundene Herausforderungen bei der Speicherung und Verwendung von elektrischer Energie untersuchten und analysierten die Schüler in eigens konzipierten Experimentierstationen im Labormaßstab. Insbesondere der Einfluss von Umwelteffekten auf die Energieeffizienz standen bei den Versuchen im Vordergrund.
Anwendung in der Qualitätskontrolle
Wie es mithilfe von Strahlung möglich ist, Materialien wie Aluminium und Glas zu bearbeiten, zeigten die THM-Mitarbeitenden im Laserapplikationslabor. Angeleitet von ihnen lernten die Schüler den Umgang mit spezieller Konstruktionssoftware zur Bauteilauslegung und Gestaltung kennen. Ein Glanzlicht: Sie durften die selbst entworfenen Erinnerungsstücke mit nach Hause nehmen. Neben der Nutzung des Lichts als Werkzeug oder Energiequelle erhielten die Schüler auch Einblicke in die optische Prozesskontrolle. Sie vermaßen und untersuchten auch Smartphone-Pixel mittels Lichtmikroskopen und führten eine Qualitätsanalyse von medizinischen Produkten, beispielsweise Insulinnadeln, durch.
Weiter erhielten die Teilnehmer Einblick in spezielle Aufnahmemethoden, wie das »focus stacking«, um im Bereich der Makrofotografie Bilder mit hoher Schärfentiefe zu erzeugen. Auch das Themenfeld Künstliche Intelligenz (KI) und hier der Einsatz von »Machine Learning Netzwerken« war Teil des Programms. An dieser Sta. tion durften sich die Schüler mit der Erstellung einer bild-basierten Zutrittskontrolle auseinandersetzen. Neben den Grundlagen der technischen Anwendung von Künstliche Intelligenz beschäftigten sie sich auch mit den Möglichkeit. ten und Risiken der Technik.
Der MINT-Projekttag, der erstmals an der THM in Friedberg ausgerichtet wurde, weckte bei den Schülern großes Interesse.
Zustande gekommen w die Kooperation zwischen den Teilnehmenden des Begabtenförderprogramms und der Hochschule auf Initiative von Sabine Schilling, Koordinatorin Begabtenförderung des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums Gießen. Mehr als 120 Jugendliche hatten sich um die 20 Plätze beworben. Deshalb möchten die Verantwortlichen an der THM das Programm gern regelmäßig anbieten auch, um für die MINT-Studiengänge zu werben.
Butzbacher Zeitung, 29.03.2025

Experimente rund um das Thema Licht haben leistungsstarke Schülerinnen und Schüler am MINT-Projekttag an der THM selbst umgesetzt.
FOTO: THM