Weidigschule Butzbach
Kunst-Projekt "Galerie 511"


 

 

 

 

 

 

 


Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach

Andreas Orosz in der Galerie 511 der Weidigschule

BUTZBACH(pe). Die Galerie 511 der Weidigschule lädt wieder zu einer Ausstellung ein. Dieses Mal werden Gemälde von Andreas Orosz zu bestaunen sein.

Als Hauptwerk wird eine zeitgenössische Vedute - ein Landschaftsportrait - von Dresen gezeigt, das mit feinster Sorgfalt bis in alle Einzelheiten malerisch geklärt ist. Um den Arbeitsprozess zu dokumentieren, werden Vorstufen und verschiedene Arbeitszustände des Gemäldes gezeigt. Es gibt viel zu entdecken für jene Besucher, die sich schon immer fragten: Wie malt man naturalistisch? Aber auch alle die Freude am genauen Beobachten haben, dürften sich von der detailierten Darstellung faszinieren lassen.

Zur Ausstellungsereröffnung am Donnerstag, 22. Juni 2006, um 19.00 Uhr gibt es wie immer Gelegenheit, den Künstler ausführlich zu seinen Werken und seinem Arbeitalltag zu befragen. Da Andreas Orosz nur sehr selten ausstellt,  aber schoin verschiedene große Aufträge erhalten hat,  sind die Schülerrinnen und Schüler der Galerie-AG natürlich besonderes stolz, ihn zu dieser Ausstellung in der Weidigschule bewegt zu haben.

Die Ausstellung dauert von 22. Juni bis 9. Juli. Öffnungszeiten: donnerstags 18.00 - 20.00 Uhr, sonntags 15.00 - 18.00 Uhr sowie vormittags während der Unterrichtspausen und nach tel. Vereinbarung (Tel. 06033/91170).

(c) by Butzbacher Zeitung, 22.06.2006


Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach

Eine Ansicht von Dresden
steht im Mittelpunkt der Präsentation

Andreas Orosz stellt zurzeit in der Galerie 511 der Weidigschule aus

BUTZBACH. Um Dresden bewundern zu können, muss man in den nächsten zwei Wochen nicht nach Sachsen reisen - ein Besuch in der Galerie 511 der Weidigschule ersetzt fast eine Reise dorthin. Seit 22. Juni sind in der „Weidig-Galerie" wieder Werke eines bedeutenden Künstlers zu bestaunen. In diesem Jahr sind es Gemälde von Andreas Orosz, einem Künstler aus Wiesbaden, der bereits internationale Anerkennung gefunden hat. Und was hat das mit dem Elb-Florenz zu tun? Hauptwerk der neuen Ausstellung ist eine Ansicht von Dresden, die wegen ihrer Schönheit und Ausgewogenheit, ihrer Detail-Genauigkeit und dem Eindruck einer „Komplett-Ansicht" Dresdens in ihren Bann zieht. Dieses Kunstwerk ist neben anderen für zwei Wochen in der Galerie 511 zu bewundern.


BUTZBACH. Zurzeit stellt Andreas Orosz in der Galerie 511 der Weidigschule aus. Hauptwerk der Präsentation ist eine Ansicht von Dreseden.
Fotos: Juliane Barth, Franziska Meixner
 

Beim Betreten der Ausstellung fällt der Blick des Besuchers gleich auf das riesige Landschaftsportrait der sächsischen Metropole. Der Anblick nimmt sofort gefangen: die überwältigende Größe, die kontrastreichen Farben, die detailgenaue Schärfe, das ungewöhnliche Panorama. Der Betrachter kann sich dem Bild nicht entziehen. Das Gemälde zeigt eine Panoramaansicht der Stadt von der Spitze der Frauenkirche aus. Ein Portrait der Stadt Dresden ohne sein Wahrzeichen. Warum hat der Künstler gerade diesen Standpunkt gewählt? Ist das nun eine Fotografie oder gemalt? Ist das noch Malerei oder doch Fotografie? Wo steht der Maler, der Betrachter?

Auf den ersten Blick sind die Fragen nicht zu beantworten. Erst beim nahen Betrachten sind auch die feinen Pinselstriche erkennbar, eine Ecke ist sogar noch im Entstehen begriffen, wird noch vollendet werden - erstaunlich, dass dies nicht sofort auffällt!

Andreas Orosz äußert sich zu den Fragen, indem er auf berühmte Ansichten Dresdens, zum Beispiel die von Bellotto, dem Neffen Canalettos, verweist und sie als Vorgaben anerkennt. Der Standpunkt Bellottos sei einzigartig, daher könne ihm nichts gleichkommen, diese Ansicht könne nicht noch einmal gewählt werd. Der Blick von der wiederhergestellten Frauenkirche aus sei dagegen etwas völlig Neues. Der Betrachter werde verleitet, das Wahrzeichen Dresdens im Bild zu suchen und somit auf eine Erkundungstour geschickt. Schließlich werde er aber am Rande des Bildes die Pfeiler der Frauenkirche erkennen und den eigenen Blickwinkel wahrnehmen. Und er werde durch den zentral fallenden Schatten in seiner Vermutung bestätigt.

Detailstudien, Zeichnungen und Fotos dokumentieren die bisher einjährige Arbeit an diesem Kunstwerk, zu dem der Künstler während der Vernissage ausführlich befragt wurde. Ist diese Ansicht von der Frauenkirche aus tatsächlich zu sehen? Vermittelt das Bild ein Gefühl für Dresden, ein Stimmungsbild des Lebens oder eines Besuches in der Stadt? Diese Fragen verneint der Künstler. Seine Absicht sei es nicht gewesen, die Atmosphäre Dresdens einzufangen, sondern den Raum an sich an diesem wundervollen Beispiel darzustellen. Zum Beleg erwähnt er, dass der Blickwinkel des Bildes sogar "unmöglich" sei - im Bild wird ein Blickwinkel von 240 Grad dargestellt.

Andreas Orosz wurde in Gießen geboren und besuchte Gießener Schulen, ehe er Anglistik und Kunst studierte und sich der bildenden Kunst zuwandte, weil er -wie er sagte - immer schon zeichnen und malen wollte. Die Schülerinnen der Galerie-AG sind stolz, Werke von Andreas Orosz ausstellen zu dürfen. Sie sind durch ihren Lehrer, Hubert Soltau, auf ihn aufmerksam geworden, haben den Maler in seinem Atelier besucht und waren sofort von seiner Arbeit begeistert. Sie haben das Plakat und die Einladung zu der Ausstellung entworfen, betreuen die Ausstellung und freuen sich darauf, möglichst viele Besucher in der Galerie zu begrüßen. Außer der Dresden-Ansicht sind weitere Werke des Künstlers ausgestellt, weitere Veduten und einige außergewöhnliche Stilleben zum Beispiel, davon eines mit dem hintergründigen Namen "Prinzessin".

Geöffnet ist die Galerie 511 donnerstags von 18 Uhr bis 20 Uhr, sonntags von 15 Uhr bis 18 Uhr, sowie wochentags während der Unterrichtspausen bis zum 9. Juli 2006. Ein Besuch lohnt sich!

Franziska Meixner

(c) by Butzbacher Zeitung, 03.07.2006


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