Projekt "Galerie 511"

Rückblick: Norbert Cloß in der Galerie 511


[NG, JN] Am Fronleichnamstag wurde die erste Ausstellung der Galerie-AG der Weidigschule beendet.

Drei Wochen lang waren die Farbradierungen des Oberurseler Künstlers Norbert Cloß in einem speziell dafür umgestalteten Schulraum zu sehen.

Ziel dieser AG ist es, - und wird es auch weiterhin sein -, den Schülern, Eltern und Lehrern in einem außergewöhnlichen Rahmen zeitgenössische Kunst nahezubringen.

Für die sieben Schüler und ihren Lehrer, der die Idee zu dem Projekt hatte, brachte die Planung, Vorbereitung und Ausführung dessen eine Fülle von neuen Erfahrungen und eine ganz andere Qualität der Zusammenarbeit zwischen Schülern und Lehrer mit sich; denn hier geht es direkt um die Sache, nicht um Noten; und es gibt einen richtigen Realitätsbezug und kein simples Modelllernen, wie es sonst im Unterricht meist üblich ist. Die Schüler lernen, dass sie etwas erreichen können, dass sie für ihre Arbeit auch Anerkennung ernten, so dass sie hincloss4.GIF (25552 Byte)terher zu Recht sagen können: "Oh Mann, sind wir gut!"

Sehr zufrieden waren sie auch mit der Wahl des Künstlers, dessen Bilder sich als sehr geeignet für die Erstausstellung erwiesen, da sie thematisch sehr vielschichtig sind und dadurch jedem Betrachter viel Raum für eigene Assoziationen geben. Cloß‘ Bilder wechseln zwischen Ernst und Heiterkeit, diese Ambivalenz wird aber auf den ersten Blick von der reichen Farbigkeit überdeckt.

Auch die Persönlichkeit von Norbert Cloß fand großen Gefallen bei den Schülern der AG.

Der Verkauf der Werke war unerwartet gut, was aber angesichts der Qualität der Arbeiten und der dafür niedrigen Preise verständlich ist. Erfreulich war auch der gute Besuch der Eröffnung, der sich aber leider als sehr gegensätzlich zum Besuch der täglichen Öffnungszeiten erwies. Während der Schulzeiten besichtigten nur sehr wenige Schüler und Lehrer die Ausstellung, auch nachmittags und abends bekamen die aufsichtführenden Schüler täglich nur sehr wenige Besucher zu Gesicht.

Die Frage bleibt, ob dies durch mangelndes Interesse, mangelnde Werbung oder einfach durch "Schwellenangst" zu erklären ist. Eines der wichtigsten Ziele der AG wird es also sein, an diesen Punkten zu arbeiten, sowie die Ausstattung des Raumes weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Dafür ist zusätzlich zu der hervorragenden finanziellen Unterstützung, die die Galerie-AG bereits erhalten hat, natürlich noch weitere Hilfe nötig.

Hervorzuheben ist auch die gute Beratung und Mithilfe durch den Förderverein der Weidigschule und den Schulleiter, der die AG sehr selbständig arbeiten ließ und großes Vertrauen in das Projekt zeigte.

Am Ende waren sich alle Schüler der AG einig: " es war sauviel Arbeit, aber es hat voll Spaß gemacht."

In Zukunft soll jedes Halbjahr eine Ausstellung stattfinden und schon Anfang Juli wird eine kurze Ausstellung mit Selbstportraits von Weidigschülern zu sehen sein, die mit dem Schulfest enden wird. Und im nächsten Schulhalbjahr kommt die nächste Kunstausstellung in der Schule mit einem interessanten Künstler – es wird aber noch nicht verraten, wer das ist.

(Ein Auszug aus den Weidigmitteilungen Heft 3 1997/98)


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