Weidigschule Butzbach

Kunst-Projekt "Galerie 511"



 

 


 

 Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach

Nikola Jaensch stellt in der Galerie 511 aus

Heute um 19.00 Uhr Vernissage in der Weidigschule


BUTZBACH (pe). Am heutigen Dienstag beginnt die 11. Ausstellung der „Galerie 511" der Weidigschule. Hinter dem Namen verbirgt sich eine Oberstufen Kunst-AG, in der sich interessierte Schüler über den planmäßigen Unterricht hinaus mit Künstlern und ihren Werken auseinandersetzen. Diesmal sind Werke von Nikola Jaensch zu sehen.

Nikola Jaensch, in Würzburg geboren, studierte seit 1995 Bildende Kunst und Romanistik an der Johannes GutenbergUniversität Mainz mit den Schwerpunkten Grafik, Zeichnungen und Schriftbildnerei bei Prof. Peter Lörincz, Prof. Dieter Brembs und Prof. Alban Grimm. Während eines sechsmonatigen Studienaufenthalts an der Ecole Supérieure des Beaux-Arts Toulouse im Grafikatelier von Prof. Jean-Luc Fauvel vertiefte sie ihre vorangehenden Studien. Im Jahr 2004 beendete sie ihre künstlerische Ausbildung mit einer vielbeachteten Werkausstellung an der Akademie für Bildende Künste Mainz; gegenwärtig ist sie Meisterschülerin von Prof. Brembs.

Die Arbeiten von Nikola Jaensch präsentieren sich als thematisch zusammenhängende Serien von großer Differenziertheit und Präzision. Trotz ihres filigranen Charakters erhalten sie durch die Entschiedenheit des Gestaltungswillens eine vitale Kraft,die sich dem Betrachter nachhaltig einprägt. Die zahlreichen Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen sprechen für die Schaffensintensität der jungen Künstlerin, die bereits von vielen Seiten mit Anerkennung honoriert wurde. So wurde ihr am 17. Februar 2005 der Mainzer Stadtdruckerpreis verliehen.

Zur Eröffnung am heutigen Abend um 19.00 Uhr in der Weidigschule sind alle Kunstinteressierten herzlich eingeladen. Die Ausstellung ist donnerstags von 18.00 - 20.00 Uhr, sonntags von 15.00 -18.00 Uhr und vormittags während der Unterrichtspausen geöffnet. Anhand telefonischer Vereinbarungen können weitere Besuchszeiten ausgemacht werden.

(c) Butzbacher Zeitung, 31.05.2005

 

 

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Mainzer Stadtdruckerin präsentiert ihre Arbeiten im Weidig-Gymnasium



BUTZBACH. Unter dem Titel "querfeldein" sind Zeichnungen und collagen von Nikola Jaensch bis zum 19. Juni in der "Galerie 511" der Butzbacher Weidigschule zu sehen. Foto: Hans-Joachim Müller

BUTZBACH. Zum 11. Mal stellt Hubert Soltau mit seiner Oberstufen-Kunst-AG, der z.Zt. vier Mädchen angehören - „eine kleine, aber feine Truppe" im WeidigGymnasium Kunst aus. Diesmal sind Arbeiten der sympathischen jungen Künstlerin Nikola Jaensch (geb. 1973 in Würzburg) zu sehen.

Zufall oder doch eher Absicht: In jeder der bisherigen Ausstellungen war etwas grundsätzlich anderes zu sehen. Nun sind es mehrere thematisch zusammenhängende-Serien intim-ästhetischen Charakters. Leise, zurückhaltende Farbtöne, erdfarbig, ein blasses Blau, dunkle diffuse Hintergründe, vor denen menschliche Figuren, ein Mädchen, das ein Wäschestück ausschüttelt, ein Baby, viele Tiere, Pferde, Katze, Hunde, Fische,Molche, eine Bulldogge aufscheinen, auch Gegenstände wie Stühle und Clogs, seriell angeordnet. Über allen Arbeiten liegt wie ein Schleier, ähnlich den zumeist gesofteten - Aktaufnahmen von David Hamilton.

Die durchweg gegenständlichen Bilder in Wachsmischtechnik, als Grafiken, z.T. collagiert auf Papier und Pappe bleiben auf diffuse Art im Unbestimmten, wie im Nebel. Das erlaubt dem Betrachter, dem Bild etwas hinzuzufügen, seinen Eindruck eben, vielleicht eine Deutung. Man muss nichts über die Entstehung der Bilder wissen. Das Gespräch mit der Künstlerin ergab, dass vieles in Frankreich, bei ihren mehrmonatigen Exkursionen dorthin, seinen Ursprung hat, vor der Natur wie im Atelier gemalt bzw. gezeichnet. Eine Grundlage hat wohl ihr sechsmonatiger Studienaufenthalt an der Ecole Supèrieure des Beaux-Arts Toulouse gelegt.

Ihre Vorliebe für alte Papiere-Plakate, Fotografien, Formulare - seien auch ein Stück Frankreich, berichtete sie. Sie lasse sich bei der Motivsuche auf das ein, was sie findet, In die engere Wahl komme dann vor allem das, was sie wohl auch finden wollte. Das Zeichnen in der Landschaft sei wegen der Überfülle des zu Sehenden, eines schon fertigen totalen Bildes, schwierig. Im Atelier lässt sich dann konzentrierter arbeiten.

Die in Serien zusammengefassten Arbeiten haben sich aus Büchem, die aus gezeichneten Blättern bestehen, entwickelt. In Vitrinen sind 32 Blätter aus Unikatbüchern ausgestellt (und einige Zeichnungen), zu Themen wie „Fluggedanken" und „Nachts", jeweils etwa 30 Seiten. Eine interessante Parallele bzw. Sonderform von Künstlerbüchern, über die z.Zt. im Bad Homburger Sinclairhaus eine sehr schöne, informative Ausstellung läuft. Die Grundform solcher Künstlerbücher, seien es Unikate oder Auflagen, ist das Skizzenbuch.

Vom Erfinden (des Bildes) war die Rede, das natürlich immer gegeben ist, auch wenn verschiedenartig Spuren aus der realen Welt zu finden sind, aber eben verwandelt, neu zusammengesetzt. Sie sagte dazu (an anderer Stelle): „In meinen Arbeiten reflektiere ich die Realität und betrete dabei Neuland. Die künstlerische Arbeit ist für mich gleichbedeutend mit einem Akt von Erfindung. Ich fühle mich in Bewegung, als unterwegs". Diesem Anliegen kommt die Druckgrafik mit ihren unendlich vielen technischen wie formalen Möglichkeiten sehr entgegen. Die gezeigten Arbeiten - manches erinnert mich an den Virtuosen Klaus Böttger - verblüffen durch ihre Perfektion, die einer Künstlerin am Anfang ihres Weges! Eine richtig schöne Ausstellung. Der Besucher, der sich in Ruhe auf die Bilder einlässt, wird. seine Freude daran haben, wenn er das Schwebende, das Leichte, das Filigrane, das Zurückhaltende, das nur Angedeutete aufnimmt und den immer neuen experimentellen Effekten nachgeht. Nikola Jaensch spricht gern vom „dialektischen Verfahren" - Wirkung - Rückwirkung und so weiter...

Weidig-Gymnasium, Galerie 511. Bis 19. Juni. Do. 18.00 bis 20.00 Uhr, So. 15.00 bis 18.00 Uhr, vormittags während der Unterrichtspausen.

Hans-Joachim Müller

(c) Butzbacher Zeitung, 02.06.2005

 

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Die Galerie 511 der Weidigschule ...


 

... in Butzbach ist heute von 18 bis 20 Uhr geöffnet. Unter dem Motto "querfeldein" stellt Nikola Jaensch bis zum 19. Juni Zeichnungen und Collagen aus. Weitere Öffnungszeiten sind sonntags von 15 bis 18 Uhr und vormittags in den Unterrichtspausen.

(c) Butzbacher Zeitung, 09.06.2005

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