Galerie 511 der Weidigschule Butzbach

 

Kunstprojekt

 


 

 

 

 



















































Die Butzbacher Zeitungschreibt über die Weidigschule Butzbach

Konstruktionen im Fokus

GALERIE 511 Weidigschule zeigt Boris-Becker- "Photographien" / Absurdität der Kulturlandschaft

 

BUTZBACH. Der renommierte Kölner Fotograf Boris Becker (r.) hält in einem abstrakt wirkenden Spiel aus Form, Farbe und Licht Absurditäten des Alltags im Bild fest. Bei der Vernissage erläuterte er der Kunst-AG seine Technik.

 

BUTZBACH. Fast menschenleere Stadt- und Kulturlandschaften in all ihrer Rätselhaftigkeit zeigt die Ausstellung "Photographie" der Galerie 511 in der Weidigschule (Raum 511) bis zum Sonntag, 12. Juli. 

BUTZBACH (ak). Es ist eine doppelte Premiere für Boris Becker. Der renommierte Kölner Fotograf, der aktuell auch auf der Triennale der Photographie in Hamburg vertreten ist, hat seine schwergewichtigen Großformate zwar schon international ausgestellt, nun zeigt er sie zum ersten Mal in einer Schule. Eröffnet wurde die Ausstellung "Photographie" der Weidigschule am Mittwochabend vor vielen Gästen von Schulleiter Andreas Schönemund, Kunstlehrerin Gudrun Salz und der Arbeitsgemeinschaft "Galerie 511".

Immer auf der Suche nach der "Absurdität in der Realität" verzichtet Becker bewusst auf Titel. Motive findet der Fotograf manchmal am Straßenrand per Zufall wie bei seiner Serie über Drogenverstecke und Schmuggelgut, meist aber durch Recherche, wie bei seiner Serie von Bunkern, in der er deren vielfältige Tarnungen aufdeckte.

Auch auf Reisen lässt ihn sein Beruf nicht los. Für ein Bergmotiv reiste er ein zweites Mal an, um das Verhältnis von Mensch und Natur zu entlarven. Von diesem im zerklüfteten Bergmassiv auftauchenden milchig-weißen Stausee fühlten sich die Vernissage-Besucher ebenso magisch angezogen wie von einer sonnengelben Wand, hinter denen rätselhafte Dreiecke aufblitzten.

Nur scheinbar zufällig wählt der Meisterschüler von Bernd Becher fast menschenleere Stadt- und Kulturlandschaften aus. Kontrollraum, Gartenhütte und Brückenfundament aus Beton werden ebenso zum Bildinhalt wie das Stahlskelett eines Schnellrestaurants. In einheitlich schlichte Alurahmen gepackt, wirken die Abbilder unserer Zivilisation hinter Plexiglas äußerst nüchtern und doch immer rätselhaft, so stärk abstrahiert, auf Farbe, Form und Linie reduziert.

"Man muss so fotografieren, dass es funktioniert - ohne Materialverschwendung." Viel Aufwand und detailgenaue Planung stecken in den wenigen Fotos, die er "schießt", verriet Becker bei der Fragerunde der Weidigschüler. Mit großem Engagement  hat die Kunst-AG, Schüler der neunten bis zwölften Klasse, diese Ausstellung geplant und umgesetzt und das Eventmanagement übernommen.

Sie besuchten Kunstgalerien, wählten Werke aus, gestalteten das Ausstellungsplakat, planten das Raumkonzept und setzten es um und leiteten auch das Gespräch mit dem Künstler. Kunstlehreiin Salz lobte das große Engagement der AG-Mitglieder als wichtigen Beitrag zur Kunstvermittlung an der Weidigschule. Für die Schüler wiederum eine Möglichkeit, mit Künstlern in Kontakt zu kommen und einen Einblick zu erhalten, was es heißt, sich mit einer Mappe auf ein Kunststudium vorzubereiten. Ausstellungsdauer ist vom 24. Juni bis zum 12. Juli im Raum 511 der Weidigschule Butzbach, Im Vogelsang 8. Der Eintritt ist frei.

(c) by Butzbacher Zeitung, 29.05.2015

Die Butzbacher Zeitungschreibt über die Weidigschule Butzbach


(c) by Butzbacher Zeitung, 29.05.2015


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