Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach

"Zündende Ideen" für "heißes Thema"

 WISSENSCHAFT Weidigschülerin Celine Gerspach nimmt an Erfinderlabor des Zentrums für Chemie teil



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BUTZBACH. Celine Gerspach von der Weidigschule nahm am Erfinderlabor des Zentrums für Chemie in Darmstadt teil.

BUTZBACH (pd). Das 28. Erfinderlabor des Zentrums für Chemie (ZFC) ging Ende voriger Woche in Darmstadt bei Merck ins Finale. Acht hochbegabte Schülerinnen und acht hochbegabte Schüler aus 16 Schulen, ausgewählt aus fast 200 exzellenten Bewerbern aus ganz Hessen, hatten sich eine Woche unter anderem an der TU Darmstadt mit dem Thema „Neue Hochleistungsmaterialien für die Zukunft“ beschäftigt. Darunter war auch Celine Gerspach von der Weidigschule in Butzbach. Vor großem Publikum, darunter Prominenz aus Wirtschaft, Hochschule und Ministerien, präsentierten die Schülerteams zum Abschluss ihre Forschungsideen und Lösungswege. Eine nachhaltige Energiewende mit einem schnellen Kohleausstieg braucht effiziente neue Technologien, um erneuerbare Ressourcen optimal nutzen zu können. Beim Erfinderlabor des ZFC hat der Nachwuchs an innovativen Hochleistungsmaterialien geforscht und gezeigt, mit welchen Alternativen man Energie schon bald erzeugen und speichern könnte. In vier Teams experimentierten die Schüler mit mineralischen Solarzellen, Ionenleitern und Feststoffbatterien. Sie suchten nach Lösungen für edelmetallfreie Katalysatoren und gingen der Frage nach, inwieweit sich Papier als Trägermaterial und Sensor für Zellkulturen eignet. Weidigschülerin Gerspach erklärte: „Im Erfinderlabor für organische Elektronik hatte ich die großartige Chance, mein Wissen aus dem Unterricht praktisch anzuwenden und zu vertiefen. Auch den Arbeitsalltag im Labor kennenzulernen, fand ich sehr interessant.“ Für die Teilnehmer bot sich dabei die exklusive Chance, auf Augenhöhe mit professionellen Wissenschaftlern zusammenzuarbeiten. Die Ausnahmeschüler lernten ein Weltunternehmen aus der Nähe kennen und erlebten Forschung live, bestens betreut von Doktoranden und Professoren der TU. Die Profis zeigten sich auch bei der Abschlussveranstaltung begeistert von der Motivation und Experimentierfreude der Schüler. Die dreitägige Laborarbeit bildet das Herzstück des Erfinderlabors „Ihr habt schwierige Inhalte und komplexe Konzepte glänzend vermittelt und visualisiert“, bilanzierte Privatdozent Dr. Stefan Immel aus dem Fachbereich Makromolekulare Chemie an der TU Darmstadt. ZFC-Vorstand Dr. Thomas Schneidermeier, 2005 Initiator des Erfinderlabors und für die Verzahnung mit Unternehmen, Hochschulen und Ministerien zuständig, unterstrich die herausragende Leistung aller Teilnehmer, die im laufenden Schuljahr aus 73 Schulen mit gymnasialer Oberstufe ausgewählt wurden: „Vier derart hochklassige Präsentationen hatten wir selten.“  Sebastian Hummel vom Wirtschaftsministerium lobte die „zündenden Ideen“ der Jugendlichen und die wirtschaftliche Relevanz ihrer Experimente: Die Perowskit-Solarzellen, an denen die Schüler forschten, seien derzeit „ein ganz heißes Thema in Hessen“. Die kristallinen Zellen sind günstig, leicht herzustellen und enorm effizient.  Alle Schüler erhielten Teilnahmezertifikate. Außerdem gab es ein Jahresabonnement der Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft. 

(c) by Butzbacher Zeitung, 28.03.2019

 

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