Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach

Zwei Meister und 14 Schüler stellen aus

Vernissage Galerie 511 der Weidigschule zeigt bis 14. Dezember Werke von Hubert Soltau und INK


BUTZBACH (mit). Bestens gefüllt war der Raum 511 im Weidiggymnasium Butzbach, und so begrüßte Schulleiterin Anette Pfannmüller viele Interessierte zur Ausstellungseröffnung „Meister, Schüler, Meisterschüler“. Ausgestellt zum 20-jährigen Bestehen der Galerie 511 wurden Zeichnungen von Hubert Soltau und INK. Soltau, 37 Jahre Kunstlehrer an der Weidigschule und Gründer der Galerie 511, und seine frühere Schülerin INK waren anwesend und erzählten im Verlauf des Abends einiges zu ihren sehenswerten Zeichnungen. Pfannmüller betonte, dass dieses von Soltau ins Leben gerufene und später von seiner Nachfolgerin Gudrun Salz fortgeführte Projekt ein wichtiger Bestandteil der Weidigschule sei. Dort können Schüler Künstler einladen, Ausstellungskonzepte erstellen, abwägen welche Arbeiten gezeigt werden sollen, die Ausstellung von der Gestaltung der Plakate und Einladungen bis hin zur Hängung oder Stellung der Arbeiten organisieren und schließlich die Vernissage ausrichten. Das sei gelebter Projektunterricht, auf den die Schule sehr stolz sei. Salz freute sich darüber, dass der Vorstandsvorsitzende des Bundeselternbeirates, Stephan Wasmuth, seinen Weg nach Butzbach aus Interesse an der Ausstellung gekommen sei. Geehrt seien sie und die Mitglieder der AG, dass die beiden Künstler ihre Arbeiten und Konzeption der Ausstellung ihnen anvertraut haben. Interessant sei auch, dass die Ausstellung zweier Meister mit einer Schülerausstellung privater Werke kombiniert wurde, die im Foyer zu bewundern seien. Aus 14 Mitgliedern bestehe die AG zurzeit, die sich sehr interessiert und engagiert an die Vorbereitung und die Umsetzung der Ausstellung gemacht hätten: Alisa Folchert, Sabina Topor, Laura Engel, Tobias Krausgrill, Bahar Yilmaz, Rabia Gül, Emine Ipkin, Celine Gerspach, Ben Krappatsch, Felicia Knapp, Laura Pfeiffer und Lukas Möhler, seit kurzem dabei Zeynep Yoldas und Dascha Bem. Wie schon vorher die Schulleiterin bedankte sich Salz bei allen, die die Ausstellung unterstützen. Besonderer Dank ging an den Förderverein der Weidigschule, der die Finanzierung übernommen hatte. Soltau berichtete von den anfänglichen Schwierigkeiten, seine Idee einer sozusagen schuleigenen Galerie durchzusetzen. Er bedankte sich bei dem ebenfalls anwesenden, ehemaligen Schulleiter Reiner Laasch für seine Unterstützung und Hilfe. Auf eine Frage aus dem Publikum, warum er nicht auch eine Künstlerlaufbahn eingeschlagen habe, antwortete er: „Ich fand mich nicht gut genug.“ Nach seiner Pensionierung könne er sich aber voll und ganz seiner Leidenschaft widmen. Er arbeitet nach Fotos aus Zeitungen, die er verändert. Sein Auswahlkriterium: Bilder, die ästhetisch berühren, aber auch erschrecken. Die von ihm ausgestellten Bilder machten das eindrücklich deutlich. Mit 40 Jahren hat INK ihren gelernten Beruf als Bankkauffrau aufgegeben und sich ganz der Kunst verschrieben. Nicht ganz unschuldig an diesem gravierenden Schritt seien ihr Mann und Soltau. Auch nach dem Ende der Schulzeit habe sie als Ausgleich abends gemalt und gezeichnet und den Kontakt zu Soltau nie verloren. Aber erst der von ihm und ihrem Mann initiierte Besuch bei einer Frankfurter Galeristin vor zwölf Jahren habe ihr den Mut gegeben ihr Hobby zum Beruf zu machen. Den Mensch zeichnerisch zu erarbeiten, steht im Mittelpunkt ihres Schaffens. An der ehemaligen Schule auszustellen, sei wie ein Heimkommen. Wer die beeindruckenden Zeichnungen der beiden Künstler anschauen möchte, hat dazu bis Freitag, 14.Dezember, Gelegenheit. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag während der Unterrichtspausen, Donnerstag 18.00 bis 20.00 Uhr und nach Vereinbarung unter Tel. 06033/91170 oder Galerie511@web.de.

(c) by Butzbacher Zeitung, 05.12.2018

 

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