Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach

Standing Ovations für die Musical-AG der Weidigschule bei "Was bleibt?"



drei_bilder_musical
BUTZBACH. Begeistert gefeiert wurde das Ensemble der Weidigschule für die Aufführung des Musicals "Was bleibt?" Die Fotos zeigen Szenen aus der Premierenaufführung: Bei einem Besuch bei ihrer Oma Hannelore (Laura Waas) findet Marie (Paulina Eheim) per Zufall ein altes Tagebuch (linkes Foto). Szenenapplaus gab es für Giorgi King (Mitte) für seine Darstellung als Caruso. - Tosenden Applaus und Standing Ovations gab es am Ende für die Musical-AG der Weidigschule (rechts). [...] Text + Fotos: win 

BUTZBACH (win). Von der ersten Idee bis zur Premiere – eineinhalb Jahre hat die Vorbereitung des neuen Musicals „Was bleibt?“ der Musical-AG der Weidigschule gedauert. Alles, was währen der Aufführung geboten wurde, haben Schüler und Lehrer selbst erstellt: Vom Bühnenbild über die Tanzchoreographien und das Skript bis hin zu allen Songs; alles ist handgemacht. Nachdem Im Jahr 2016 einige Mitglieder nach dem Abitur ausschieden, hat sich die Truppe erneut quasi verjüngt. Der Nachwuchs steht den „alten Hasen“ in Sachen Talent und persönliches Engagement aber in nichts nach. In den letzten  beiden Monaten haben sie jedes zweite Wochenende intensiv geprobt. Das erfordert eine Menge Disziplin und ist nichts für Einzelkämpfer, sondern echte Teamarbeit. Für manche der Darsteller viel die heiße Phase der Proben zugleich in die heiße Phase des Abiturs; eine besondere Herausforderung, die es zu meistern galt. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Darum geht es bei „Was bleibt?“ Bei einem Besuch bei ihrer Oma Hannelore (Laura Waas) findet Marie (Paulina Eheim) per Zufall ein altes Tagebuch, in dem Hannelore zum Teil sehr detailgetreu und farbenfroh aus ihrer Vergangenheit berichtet, während sie in ihrem Alltag oftmals Dinge durcheinander bringt. So erzählt uns Hannelores Tagebuch eine Geschichte, wie sie als junge Frau in einem Polizeistaat aufwächst, in dem Gleichberechtigung der Bürger ein Fremdwort ist. „Passlose“ werden als Menschen zweiter Klasse ausgegrenzt und haben keine Daseinsberechtigung. Lediglich ein kleiner Chor bietet den Passlosen in seinen Reihen illegalerweise Zuflucht, in dem auch die junge Hanni nach einem Streit mit ihren Eltern (Lena Müller und Ben Krappatsch) Anschluss findet. Der charmante und engagierte Chorleiter Jonas (Dalwin Kryeziu) wirft bald ein Auge auf Hanni, obwohl bereits auch Valerie (Julie Hübner), eine andere Chorsängerin, in Jonas verliebt ist. Aber die Liebe der neuen Sopranistin Hanni ist stärker und beginnt zu wachsen und aufzublühen … Doch am Tag des großen Konzerts kommt alles anders als erwartet – Freundschaft, Vertrauen, Zusammenhalt und tiefe Verbundenheit zwischen den Chormitgliedern geraten ins Wanken. Was damals wirklich passiert ist und was aus Jonas und seinem besten Freund Caruso (Giorgi King) wurde, verrät und vielleicht Hannis Tagebuch?! Wie bereits in den letzten Jahren wurden die Lehrkräfte der AG, Ariane Damm, Anika Egerer, Alexander Fischer und Tanja Potschka von vielen Ehemaligen unterstützt, ohne die ein solches Großprojekt nicht zu meistern wäre. Und dies zeichnet die Arbeit der Musical AG sicherlich aus: 50 Schülerinnen und Schüler, die ein Maximum aus sich herausholen, unterstützt durch Ehemalige und Lehrer, die freiwillig einen Großteil ihrer Freizeit für die AG investieren. Musikalisch wir die AG durch eine sechsköpfige Live-Band (Johannes Napp, Nils Hübner, Max Pfreimer, Chris Seibert, Simon Scholtz und Alexander Fischer) durch die Show begleitet. Nach „Der Fall Wagner“ ist es bereits das zweite Mal, dass die komplette Musik selbst komponiert wurde und somit perfekt in den Handlungsstrang passt. Das Kompositionsteam der AG, dem neben Alexander Fischer auch Max Pfreimer, Chris Seibert, Johannes Napp und Dalwin Kryeziu angehören, hat sich an die musikalische Umsetzung gewagt und ihre Songs komponiert, getextet und für die Besetzung arrangiert. Die Show war perfekt, von der schauspielerischen Leistung über sauber einstudierte Choreografien bis hin zu ansprechenden Chorstücken und Soli. Es war eine Freude zu erleben, wie die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler mit ihren Rollen verschmolzen und mit großer Hingabe spielten.  Szenenapplaus gab es für Giorgi King für seine Darstellung als Caruso. Begeisterten Beifall erhielten auch Julie Hübner in der Rolle der Valerie und Fabienne Buch in der Rolle der jungen Hanni. Die Darstellung der zeitlichen Wechsel zwischen den Szenen im „Jetzt“ und der Rückschau waren auf den beiden Bühnen toll umgesetzt. Man merkte dem Stück förmlich an, mit wieviel Herzblut alle Akteure dabei waren. Aber auch das Drumherum, wie zum Beispiel die Requisiten und Kulissen sowie das aufwändig gestaltete Programmheft, war sehr professionell gemacht. Am Ende gab es tosenden Applaus und Standing Ovations. Zu Recht, denn die Show war großartig. Der Jubel der Zuschauer riss nicht ab, Schulleiterin Annette Richter war ebenfalls begeistert und beeindruckt. Sie danke im Namen der Schulleitung allen Akteuren für den wunderbaren Abend. Ja, was bleibt? Ein unvergessliches Erlebnis, größte Hochachtung und Bewunderung für eine leidenschaftliche Weidig-Musicalfamilie, die am Premierenabend eine mitreißende Show und beste Unterhaltung geboten hat. […]  

(c) by Butzbacher Zeitung, 02.06.2018

 

Zur Artikelübersicht.

Zur Startseite der Homepage der Weidigschule.