Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach

Weidigschüler auf Marco Polos Spuren

Große Gruppe startete zu zweiwöchigem Aufenthalt nach China



flughafen

BUTZBACH (Müh). Mit der zweiten Herbstferienwoche startete der jährlich stattfindende China-Austausch der Weidigschule. Studiendirektorin Barbara Plock und ihre Kollegin Jennifer Beuschel begleiten 28 Schülerinnen und Schüler ins südchinesische Dongguan. Dort nehmen die Jugendlichen am Unterricht ihrer Austauschpartner teil und machen Ausflüge. Land und Leute lernen sie bei einem Familienwochende näher kennen. Neben der Weidigschule sind die Johann-Philipp-Reis-Schule Friedberg und die Kopernikusschule Freigericht seit über 10 Jahren an diesem in der Region einmaligen Austausch-Projekt beteiligt. Auch das Burggymnasium und die Augustinerschule in Friedberg haben schon an dem Austauschprogramm teilgenommen. Allerdings – ohne die tatkräftige Unterstützung der energischen Vorsitzenden Jianghong Pu des Oberurseler Vereins „School-Exchange“ wäre das so nicht möglich. Ziel des in Oberursel ansässigen Vereins ist es, den interkulturellen Austausch zwischen Deutschland und China zu fördern. Und auf Vermittlung des Vereins übernimmt die chinesische Seite alle Kosten für die Woche in Dongguan. Ziel des zweiwöchigen Austauschs ist die Acht-Millionen-Metropole Dongguan in der südchinesischen Provinz Guangdong. Dort werden die Schüler zunächst nicht bei Gastfamilien, sondern in einem Hotel wohnen. Warum, das erklärt Jianghong Pu: „In Dongguan leben alle Schüler, die die Sekundarstufen 1 und 2 besuchen, die Woche über in einem Internat.“ Am Wochenende stehen für die Weidigschüler dann drei Nächte bei „ihren“ chinesischen Familien an. Auf die Gruppe wartet ein intensives Programm, es reicht vom Schnupperunterricht in chinesischer Zither, gemeinsamen Töpferunterricht mit den chinesischen Schülern bis zum Besuch verschiedener Schulen. Dazu kommen zahlreiche Empfänge, denn „wir werden jedes Jahr wie Staatsgäste empfangen“, so Barbara Plock. Ganz ohne Arbeit geht der Austausch übrigens nicht. Während der Vorbereitungszeit haben die Jugendlichen in Teams Präsentationen für ihre chinesischen Altersgenossen zu verschiedenen spannenden Themen vorbereitet. Einmal um ihre Austauschpartner auf Deutschland vorzubereiten und zum anderen, um den chinesischen Schülerinnen und Schülern, die nicht am Austausch teilnehmen können, Deutschland ein bisschen näher zu bringen. Die Themenpalette fängt beim Essen an und bietet außerdem Infos zu deutscher Kultur, zu deutschen Autos und – natürlich – zum deutschen Fußball. Das Ergebnis der Gruppenarbeit muss übrigens auf Englisch vorgetragen werden, denn Austauschsprache ist Englisch. Nach dem Aufenthalt in Dongguan geht es noch für vier Tage nach Peking. Dort stehen die klassischen touristischen Ziele wie die „Verbotene Stadt“ und die Große Mauer auf dem Programm.

(c) by Butzbacher Zeitung, 11.10.2018

 

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