Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach

Ohne Smartphone läuft nichts

PRÄVENTION   Aktionstage zum Thema Sucht an der Weidigschule / Rauchen derzeit kein Thema mehr


 


BUTZBACH. Bei dieser Aufgabe ist gute Zusammenarbeit der Weidigschüler gefragt: Mehrere Bauklötze sollen in der Suchtpräventions-Veranstaltung übereinandergestapelt werden, den sogenannten Kran steuern alle gemeinsam.

BUTZBACH (pi). Gemeinsam mit Gerhard Rauschenberg, Mitarbeiter der Fachstelle "Prävention in den Schulen des Wetteraukreises" des Zentrums für Jugendberatung und Suchthilfe (ZJS) Friedberg, und unterstützt durch die zuständige Sucht-und Drogenbeauftragte Marlies Lorenz-Schultz veranstaltete die Schulsozialarbeiterin Heidi Nieslony die diesjährigen Primärpräventionstage mit den siebten Klassen der Weidigschule.

Gemeinsam mit ihren Klassenlehrern verbrachte jede Klasse zwei Tage außerhalb des normalen Unterrichts im katholischen Gemeindehaus, Haus Degerfeld und der Stadtmission, um sich über die verschiedenen Aspekte von Abhängigkeit auszutauschen und zu diskutieren.

Aus dem sogenannten Suchtsack förderten die Schüler am ersten Tag nicht nur Zigaretten, Kaffee, Schokolade, Alkohol und so weiter hervor, sondern auch Smartphones und PC-Spiele — stellvertretend für legale und illegale Substanzen und Verhaltensweisen, die süchtig machen können, aber nicht müssen. Uber die verschiedenen Suchtpotentiale und Entwicklung von kritischen Verhaltensweisen wurde engagiert diskutiert und anhand von zum Beispiel dem eigenen Smartphone-Gebrauch persönlich erfahrbar gemacht. Erfreuliche Erkenntnis war, dass der Konsum von Zigaretten sehr zurückgegangen ist: Laut eigenen Aussagen gibt es keinen Raucher in dieser Jahrgangsstufe.

Um herauszufinden, ab wann der genussvolle Konsum in eine Sucht umschlägt, und wie man dann Betroffenen helfen kann, wurden verschiedene Beispiele vorgestellt und schließlich in Rollenspielen erprobt. Am zweiten Tag lag der Fokus zunächst darauf herauszufinden, welche Möglichkeiten es gibt, ein Angebot von z.B. Zigaretten oder Alkohol überzeugend abzulehnen - sei es durch eine humorvolle Ablehnung einen Gegenvorschlag, ein klares Nein oder anderes. Die Unterstützung durch Gleichgesinnte empfanden viele in den Rollenspielen als hilfreich und wünschenswert.

Ein weiterer Schwerpunkt des zweiten Tages war die Bewältigung von herausfordernden Aufgaben durch die gesamte Klasse. Während einer fiktiven Klassenfahrt mussten einige. Situationen gemeistert werden, was nur durch eine gute Kooperation aller Teilnehmer, klare Absprachen und Aufgabenverteilung innerhalb der Klassengemeinschaft gelang.

Beide Tage wurden von den Schülern positiv bewertet.

(c) by Butzbacher Zeitung, 21.04.2017

 

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