Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach

Drei Wochen als Kellnerin

PRAKTIKUM    120 Weidigschüler der neunten Klasse sammeln Erfahrungen für das Berufsleben


BUTZBACH (hof). In den vergangenen drei Wochen absolvierten die Weidgischüler der Jahrgangsstufe neun ein Betriebspraktikum. Die Vorbereitungen begannen schon fast ein Jahr zuvor in der achten Klasse. Im Deutsch- und Powi-Unterricht wurden unterschiedliche Themen dazu behandelt. Unter anderem ging es darum, wie man eine Bewerbung schreibt oder wie man sich bei einem Vorstellungsgespräch verhält. Als Leitfaden dazu diente ein Heft für angehende Auszubildende oder Praktikanten und der Berufswahlpass der Schule. Der Pass begleitet die Schüler durch die verschiedenen Phasen der Berufs- und Studienorientierung (BSO).

Um sich bei der Wahl des Praktikumsplatzes orientieren zu können gibt es für die Schüler der achten Klasse die Berufsmesse, die jedes Jahr von den Neuntklässlern nach ihrem Praktikum gestaltet wird. Dort stellen diese ihren Praktikumsplatz, ihre Arbeit in den Betrieben und Erfahrungen vor.

Dann begann die Bewerbungszeit. Dabei gibt es viele unterschiedliche Optionen, da es möglich ist, durch eine Sondergenehmigung das Praktikum auch in einem Betrieb außerhalb von Hessen zu absolvieren. Einigen Schülern stellten sich jedoch die Probleme, dass manche Betriebe die Schüler auf eine Antwort warten ließen beziehungsweise die Bewerbung gar nicht wahrnahmen oder Praktikanten erst ab dem Alter von 16 Jahren annahmen. Darum konnten nicht alle das Praktikum in ihrem Wunschbetrieb antreten. Beliebte Notlösungen waren zum Beispiel Kindergärten, wobei die Praktikanten oft viel Spaß bei der Arbeit dort hatten.

Jedoch gab es unter den ungefähr 120 Schülern auch viele, die sofort ihren Wunschpraktikumsplatz bekamen. Dabei waren die Erfahrungen sehr unterschiedlich. So machte zum Beispiel eine Schülerin ein Praktikum als Kellnerin in einem Restaurant und war sehr positiv überrascht, dass sie sofort in Kundennähe arbeiten durfte. Außerdem nahm sie auch viele praktische Erfahrungen mit, die sie bei späteren Ferien- oder Studentenjobs gut gebrauchen könne.

Ebenso war eine Schülerin bei einer kieferorthopädischen Praxis tätig und freute sich, dass sie kleine Arbeiten, wie Abdruckmasse anrühren oder Gummis angeben, verrichten durfte. Zudem konnte sie sogar ein eigenes Modell erarbeiten, was sie nicht erwartet hätte. Manche waren aber auch enttäuscht, wenn sie selbst nur zuschauen konnten, unerwartete Tätigkeiten erledigen mussten oder weil sie sich die Arbeit im Betrieb anders vorgestellt hatten. Das Betriebspraktikum soll dazu dienen, den Schülern eine erste Orientierung in das Berufsleben zu geben. Viele bestätigen auch, dass es sie bei der Entscheidung über ihren späteren Beruf weitergebracht hat oder sie nun eine Vorstellung vom Berufsleben bekommen haben. Im Rahmen der Beufs- und Studienorientierung an der Weidigschule gibt es zwei Praktikumsphasen für die Schüler. Nach den Praxiserfahrungen in der neunten Klasse folgt in der Jahrgangsstufe elf ein zweiwöchiges Praktikum vor den Sommerferien. Die Schüler haben dann die Möglichkeit, die Zeit im Betrieb zu verlängern.

(c) by Butzbacher Zeitung, 18.02.2017

 

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