Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach

Besondere Motivation der Schüler

VERNISSAGE   Kunst-AG stellt "Follow the River" in Galerie 511 der Weidigschule bis zum 24. Mai aus


 BUTZBACH. Die Kunst-AG der Weidigschule gestaltete die Ausstellung.
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BUTZBACH. Am Montagabend wurde die neue Ausstellung der Galerie 511 der Weidigschule inspiriert von Monika Grzymala eröffnet.
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BUTZBACH (mit). Federleicht fließt eine Rauminstallation aus vielen aneinandergereihten Zetteln durch den Raum 511 im Butzbacher Weidiggymnasium. Die Kunst-AG "Galerie 511" unter der Leitung von Gudrun Salz hatte zur Eröffnung ihrer Ausstellung in diesem Schuljahr eingeladen, eine Tradition seit fast 20 Jahren. Viele Interessierte waren der Einladung gefolgt und so begrüßte Schulleiterin Annette Richter neben vielen Schülern und Eltern, der Vorsitzenden des Schulelternbeirates Andrea Richert, auch den ehemaligen Schulleiter Reiner Laasch.

Eingangs wies Salz auch auf die sozusagen zweite Ausstellung im Foyer der Schule hin. Dort findet man von den Schülern in ihrer Freizeit gefertigte Werke, die dort eigenständig platziert wurden. Zunächst stellte sie die Mitglieder der Kunst-AG vor und dankte ihnen im Namen der Schulgemeinde für ihr großes Engagement. Rund um die Rauminstallation und die Ausstellung galt es auch noch andere Vorbereitungen zu treffen, wie zum Beispiel die Gestaltung des Einladungsplakates und der -karten. Zur Kunst-AG gehören aktuell die Schüler Narima Andrawas, Celine Bilgery, Lena de Leonardis, Charly Härtel, Felicia Knapp, Michele Kohls, Aaron Nerlich, Sofia Peters, Sara Pljakoli, Sandra Rodemann, Katharina Schmidt, Kaltrina Velija, Celine Gersprach, Ben Krappatsch und Fabienne Buch. Sie alle waren gut an ihren einheitlichen T-Shirts zu erkennen. Dieses Jahr habe man sich von einem richtigen Schwergewicht der Kunstszene inspirieren lassen. Monika Grzymala, eine deutsche Bildhauerin und freie Künstlerin mit polnischen Wurzeln, ist international tätig und hat schon zahlreiche Preise und Auszeichnungen für ihre Werke erhalten. Viele Einzelausstellungen und Projekte in der ganzen Welt zeugen von hoher Anerkennung. Ihre Installationen nennt sie selbst Raumzeichnungen, sie arbeitet mit Material wie Klebeband und ihre "Formationen" füllen, erobern und verändern den Raum.

Natürlich habe man sie um Erlaubnis gefragt, bevor man sich ihr Projekt "The River" 2014 gemeinsam mit Euraba Aboriginal Künstlern bei der Biennale in Sidney aufgebaut, zum Vorbild genommen habe. Folgerichtig habe man den Namen "Follow the River" gewählt. Habe Monika Grzymala noch weiße Zettel zerrissen, so biete sich in einer Schule natürlich an, misslungene Arbeiten, Vokabeltests, Unterrichttests und mehr zu verarbeiten. Dies habe die Motivation der Schüler vielleicht auch noch besonders gesteigert. Viele Stunden Geduldsarbeit waren nötig, um das nun präsentierte, eindrucksvolle Ergebnis zeigen zu können.

Wer sich selbst überzeugen möchte, kann sich die Ausstellung noch bis zum 24. Mai anschauen: werktags während der Pausen, außerdem donnerstags von 18.00 bis 20.00 Uhr und nach Vereinbarung unter Tel. 06033/91170 oder Galerie511@ web.de.

(c) by Butzbacher Zeitung, 10.05.2017

 

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