Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach

"Zwei Stunden bis zum Brexit"

PROJEKTWOCHE   Weidigschüler beschäftigen sich mit Interessen und Folgen rund um EU-Austritt



 BUTZBACH. Der Austritt Großbritanniens aus der EU war Thema eines Planspiels von Weidigschule und Landezentrale für politisChe Bildung.

BUTZBACH (pd). Unter dem Motto "Zwei Stunden bis zum Brexit" nahmen am Freitag Schüler der Weidigschule an einem Planspiel zum Austritt Großbritanniens aus der EU teil.

In Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung gestaltete die Agentur x3 aus Berlin das Planspiel, bei dem die Lernenden die Herausforderung der Verhandlungen zum Brexit spielerisch nachvollzogen. Die Schüler schlüpften in die Rollen der Verhandlungspartner, bestehend aus der EU-Kommission, der britischen Regierung, dem Europaparlament, dem europäischen Rat sowie ausgewählten Mitgliedsstaaten.

Im Rahmen der Verhandlungen über den sogenannten Brexit galt es, zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen und komplexe Interessenlagen in Einklang zu bringen. Dabei wurden auch elementare Fragen nach den Bindekräften der EU mitverhandelt. Im Verlauf des Planspiels wurde den Schülern sehr schnell deutlich, dass sämtliche Akteure, aber auch Drittstaaten wie die Schweiz und Norwegen zeitgleich versuchten, ihre Interessen einzubringen und durchzusetzen. Um dabei den in der Realität herrschenden enormen Verhandlungsdruck zu simulieren, blieb den Schülern nur zwei Stunden Zeit, um eine Einigung zu erzielen. In dieser Zeit mussten die Akteure unterschiedliche Herausforderungen und zentrale Fragen lösen, zum Beispiel: Wie kann der wirtschaftliche Schaden für alle Beteiligten möglichst gering gehalten werden? Wie kann vermieden werden, dass andere Mitgliedstaaten dem britischen Beispiel folgen, und die EU geschwächt wird? Welche Zugeständnisse können gemacht werden, ohne den Zusammenhalt und die Stabilität der EU zu gefährden?

"Das Planspiel hat den Schülern die möglichen Konsequenzen eines Brexits für Großbritannien, die EU und ihre Mitgliedstaaten verdeutlicht und zur sachlichen Analyse der unterschiedlichen Interessenlagen beigetragen", freute sich der verantwortliche Politik- und Wirtschaftslehrer Matthias Payer, der das Planspiel gemeinsam mit dem Referatsleiter für Europathemen Achim Güssgen-Ackva von der Landeszentrale für politische Bildung, im Rahmen der diesjährigen Projektwoche organisiert hatte.

Gerade weil die Teilnehmer unmittelbar am Handlungsprozess beteiligt waren, erlebten die Schüler det Lernprozess besonders intensiv und motivierend. Allen Beteiligten wurde an diesem Tag bewusst, wie wichtig die realen Verhandlungen zun Austritt Großbritanniens aus de EU sind und wie stark sich die Verhandlungsergebnisse auf unser alle Leben auswirken könnten.

(c) by Butzbacher Zeitung, 27.06.2017

 

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