Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach

Bakterien gentechnisch verändert

FORSCHUNG    Weidigschüler Simon Scholtz forscht im Erfinderlabor an Uni Frankfurt zur Biotechnologie



BUTZBACH. Der Weidigschüler Simon Scholtz forschte im Rahmen eines Forschungscamps des Zentrums für Chemie an der Goethe-Universität Frankfurt zum Thema "Biotechnologie".
Text + Foto: br

BUTZBACH (br). Das Zentrum für Chemie (ZFC) veranstaltet jedes Jahr drei einwöchige Forschungscamps für besonders begabte hessische Schüler. Aus 200 Bewerbungen von 72 Schulen wurde der Weidigschüler Simon Scholtz ausgewählt, gemeinsam mit weiteren 15 Teilnehmern das 20. ZFC-Erfinderlabor zum Thema Biotechnologie an der Goethe-Universität Frankfurt und dem Unternehmen Biotest zu besuchen. Die Themen hatten es in sich: Die Teilnehmer mussten sich in kürzester Zeit in molekulargenetische Untersuchungsmethoden einarbeiten und die Isolierung und Untersuchung einzelner Gene darstellen. Es ging um die Bestimmung von Biosynthese-Genclustern und um die Struktur von Bakterienfarbstoffen. Vor großem Publikum, darunter Prominenz aus Wirtschaft, Hochschule und Ministerien präsentierten die Schülerteams zum Abschluss ihre Forschungsideen und Lösungswege. Nachfolgend die persönlichen Eindrücke des Weidigschülers: "Den Anfang der Woche markierte eine Führung durch die Werke der Biotest AG. Am nächsten Tag ging es dann in die Universität, wo wir mit dem wissenschaftlichen Arbeiten begannen. Wir bekamen ein Script in die Hand gedrückt, das Fachinformationen und Erläuterungen derim Labor durchzuführenden Versuche enthielt. Wir experimentierten von Dienstag bis Donnerstag an Bakterien, um diese gentechnisch zu verändern, sodass sie ein bestimmtes Produkt nach unseren Wünschen produzierten. Natürlich haben wir mithilfe unserer Betreuerim Labor die Vorgänge im Reagenzglas auch theoretisch zu verstehen versucht.

Am Mittwochabend stand außerdem noch ein Besuch bei der Brain AG in Zwingenberg an, wo wir noch mehr über die wissenschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung von Biotechnologie erfuhren.

An den Abenden, in unserer Freizeit, aber vor allem am Donnerstag, wurde dann von den Gruppen eine Präsentation zu den Experimenten erstellt.

Am letzten Tag des Camps wurden die Forschungsergebnisse in den Räumen der Biotest AG vorgestellt. Dabei waren Vorstandsmitglieder von Biotest, Eltern und Freunde sowie Vertreter der Sponsoren und des Kultusministeriums anwesend. Jedem, der interessiert ist an Naturwissenschaften und gerne mal erleben möchte, wie kompliziertes, wissenschaftliches Arbeiten im Labor eigentlich funktioniert, und der vor allem viel dazu lernen möchte, kann ich die Teilnahme an einem solchen Camp wirklich nur empfehlen. Man lernt extrem nette Leute kennen, mit denen man viele Interessen teilt und auch wenn es mitunter stressig war, hat es einfach nur richtig viel Spaß gemacht.'

Gefördert werden die Erfinderlabore vom Verband der Chemischen Industrie (VCI) Hessen, der Goethe-Universität Frankfurt und dem Kultusministerium.

(c) by Butzbacher Zeitung, 18.11.2016

 

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