Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach

Mit vielen Fragen zur Berufsmesse

ORIENTIERUNG Weidigschüler bereiten sich auf Gespräche in Gießen vor / Fächerübergreifendes Konzept



BUTZBACH. Die Schüler der zehnten Klassen bereiten sich derzeit auf die Berufswahl vor. Dazu informierte Petra Michels (l.)
ausführlich über die "Vocatium" Mittelhessen.    

BUTZBACH (thg). Derzeit bereiten sich die zehnten Klassen der Weidigschule auf die Berufswahl vor. Auf der Fachmesse "Vocatium" in Gießen haben sie Gelegenheit, mit Vertretern von Unternehmen, Institutionen und Verbänden über Chancen und Möglichkeiten zu sprechen. Dazu gehört eine gute Vorbereitung, für die Petra Michels, Projektleiterin beim Institut für Talententwicklung West in Gießen nun im Butzbacher Gymnasium warb.
Zum fünften Mal findet die Messe in Gießen statt, in diesem Jahr am 8. und 9. Juni. Im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung an der Butzbacher Schule gehört die Teilnahme ebenso dazu wie der Besuch der Berufsmesse "Chance" oder die Praktika in Mittel- und Oberstufe. Das erläuterte Lehrer Tobias Maschmann vom Team der Berufsorientierung an der Schule, zu dem auch Christian Steinen, Steffen Arndt und Dr. Markus Knapp gehören.
Zusätzlich zu den allgemeinen und humanistischen Bildungszielen des Gymnasiums sollen die Schüler erfahren, wo ihre Kompetenzen, Fähigkeiten und Möglichkeiten im Hinblick auf den Arbeitsmarkt liegen. Sinnvollerweise schließe das Konzept auch die Sekundarstufe zwei ein, so Maschmann. Es sei die Vorbereitung auf die globalisierte Welt. Sowohl fächerübergreifend als auch in Kooperation der Schulgremien werde das Konzept umgesetzt.
Im vergangenen Jahr war die Weidigschule zusammen mit dem Eleonorengymasium Darmstadt nach Berlin eingeladen, um auf dem ersten Kongress zum Thema das Konzept der Berufs- und Studienorientierung vor Vertretern der Bundesländer vorzustellen. Es ist auch mit dem Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen ausgezeichnet.
Für die Messe Vocatium gab Michels einige praktische Tipps. Jeder Schüler erhielt zudem einen Bogen mit Listen von Ausstellern und Ausbildungsberufen. Anhand des ausgefüllten Papiers machen die Gießener für die Schüler Termine mit den. Ausstellern, so dass jeder der Zehntklässler dann an einem der Messetage zwei bis drei Gespräche führt.
Michels bezeichnete den Zeitpunkt für die Schüler als richtig für die Weichenstellung hinsichtlich Beruf. Die Aussteller seien interessiert an den jungen Leuten, denn sie zahlten für einen Messestand und böten die Gespräche an. Die festen Termine seien ein Vorteil, um privat individuell ein Gespräch über Beruf und Möglichkeiten zu führen. Die Schüler sollten aber vorbereitet hingehen und sich sowohl Fragen überlegen äls auch darauf vorbereitet sein, dass sie Fragen beantworten oder sich in wenigen Sätzen kurz vorstellen. Ferner bestehe die Möglichkeit, Bewerbungsmappen durchsehen zu lassen. Gleichzeitig regte sie an, dass die Schüler Praktikumsplätze suchen sollten. "Ihr habt noch relativ viele Ferien bis zum Abi." Diese Zeit sollte man nutzen. Zum so genannten dualen Studium erläuterte sie, dass darin "zweieinhalb Jahre lang richtig was zu tun" sei. Man müsse die Zähne zusammenbeißen und habe wenig Freizeit, allerdings verdiene man bereits Geld und sei in einem Unternehmen verankert.
Die Messe in Mittelhessen hat ihren Einzugsbereich in der gesamten Region. Michels Institut ist aber deutschlanweit tätig. Im vergangenen Jahr kamen zur Veranstaltung in Gießen 200Q Schüler von 42 Schulen. Viele Unternehmen seien der Messe "seit Jahren treu". Die Schüler kämen gut vorbereitet, das bestätigten immer wieder auch die Aussteller. 

Text + Foto: thg

 

(c) by Butzbacher Zeitung, 19.03.2016

 

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